Es gibt viele verschiedene Arten, mit der Diagnose Krebs umzugehen. Wie man die Krankheit am besten verkraften kann, das hängt von der eigenen Persönlichkeit ab. Für Marion M. Stand ganz klar fest, dass sie sich davon nicht herunter ziehen lassen wollte. Doch das war nicht immer einfach. Sie berichtet Ihnen davon:
„Es hat lange gedauert, bis ich mich dazu entschieden habe, den Kaufvertrag für ein neues Haus zu unterzeichnen – ein Haus in einem ländlicheren Stadtteil,direkt am Park gelegen. Mein Mann war anfangs noch etwas ungläubig – ich glaube, er hat sich einerseits sehr gefreut darüber, dass ich nicht aufgebe, sondern an die Zukunft denke. Andererseits war ihm anzusehen, dass er Dinge dachte wie ‘Ob sie noch viel davon hat?!’.
Das zu spüren, hat mir sehr weh getan. Doch es trieb mich auch irgendwie an, nicht aufzugeben. Ich wollte mir und meinem Mann beweisen, dass ich stärker sein würde, als meine Krankheit. Immer wieder hat er mich gefragt, was mich dazu bewogen hat, den Kaufvertrag doch zu unterzeichnen. Ich antwortete immer das Gleiche: ‘Weil dies mein Weg ist – unser Weg!’. Ich wollte heraus aus unserer alten Wohnung. Bereits Jahre zuvor fragte ich mich, ob es nicht Zeit wäre, endlich etwas Eigenes mit Hermann aufzubauen. Die Krankheit bewegte mich dazu, diesen Schritt endlich zu wagen.
Ich wollte ein schönes Heim haben, die Gewissheit haben, dass ich (wenn ich sterben würde) in einer Umgebung zu sterben, die ich selbst gewählt hatte. Doch bereits, als wir die Details der Renovierung besprachen, wusste ich, dass ich diesen Aufwand nicht für – sozusagen- meine letzten Monate betreiben würde. Dies hier sollte für länger mein Zuhause werden!
Ich merkte, wie sich mein Zustand besserte, je mehr ich mich mit der Zukunft im neuen Haus mit meinem Mann auseinandersetzte. Sicherlich, auch die medizinische Versorgung ermöglichte mir das Hoffen auf die Zukunft. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass auch meine aktive Herangehensweise mir mein Leben gerettet hat!“









